{"id":207,"date":"2012-08-24T07:43:27","date_gmt":"2012-08-24T06:43:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.edvbrain.com\/blog\/?p=207"},"modified":"2012-08-24T07:52:02","modified_gmt":"2012-08-24T06:52:02","slug":"207","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.edvbrain.com\/blog\/?p=207","title":{"rendered":"Markenrecht &#8230; sollte man mal nachdenken"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt hat sich offenbar die Regierung in Peking auf die Seite des s\u00fcdchinesischen Unternehmens Shenzhen Proview Technology geschlagen, das Apple verklagt hat. Die Gesellschaft wirft den Amerikanern vor, den Markennamen iPad von einem Schwesterbetrieb in Taiwan nur f\u00fcr den Rest der Welt erworben zu haben \u2013 <strong>nicht aber f\u00fcr den Riesenmarkt China.<\/strong><\/p>\n<p>Das Verfahren ist weiter anh\u00e4ngig, doch zwischenzeitlich lie\u00dfen die Beh\u00f6rden bereits einige iPads aus den Regalen nehmen. Jetzt setzte es den n\u00e4chsten Schlag gegen Apple: \u201eGem\u00e4\u00df dem chinesischen Markenrecht ist Shenzhen Proview der rechtm\u00e4\u00dfige Besitzer der Marke iPad\u201c, sagte Fu Shuangjian, Vizedirektor der Staatsverwaltung f\u00fcr Industrie und Handel, in Peking. Fus Beh\u00f6rde ist f\u00fcr die Marktaufsicht und -regulierung zust\u00e4ndig. Einige Beobachter werten diese erste Aussage eines h\u00f6heren Beamten zu dem Thema als ein Zeichen, dass die Gerichte \u2013 die in China nicht unabh\u00e4ngig sind \u2013 im Sinne der Kl\u00e4ger entscheiden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Indes geht es Proview Shenzhen gar nicht um einen Sieg vor Gericht, sondern vor allem um Geld. Das Unternehmen, das wie der Arm in Taiwan zu der in Hongkong b\u00f6rsennotierten Gesellschaft Proview International geh\u00f6rt, gilt als finanziell angeschlagen und strebt deshalb eine au\u00dfergerichtliche Einigung an. Es m\u00f6chte den Amerikanern die Markenrechte f\u00fcr einige Millionen noch einmal verkaufen, diesmal f\u00fcr den Boommarkt China. Bisher ist Apple darauf nicht eingegangen. Aber die Chinesen f\u00fchlen sich von einer neuen \u00c4u\u00dferung von Apple-Chef Tim Cook ermutigt. Er hatte mit Bezug auf andere Patentstreitigkeiten mit Samsung, HTC und Motorola gesagt, Apple strebe eine Einigung an.<\/p>\n<p>Cook ist pers\u00f6nlich an guten Beziehungen zu der Volksrepublik gelegen. Das unterstrich er, als er vor vier Wochen als erster Apple-Chef ins Land kam. Hier traf er Li Keqiang, der Chinas neuer Regierungschef werden d\u00fcrfte, und besichtigte ein Werk des Zulieferers Foxconn. Dieser gr\u00f6\u00dfte Elektronikfertiger der Welt besch\u00e4ftigt in China eine Million Arbeitskr\u00e4fte, allein 300.000 in Shenzhen. Sie montieren unter anderem iPads und iPhones. Foxconn hatte Negativschlagzeilen gemacht, als sich einige Wanderarbeiter in den Tod st\u00fcrzten, angeblich aus Verzweiflung \u00fcber die Arbeitsbedingungen. Daraufhin erh\u00f6hte Foxconn die L\u00f6hne, verbesserte die Konditionen, verlagerte die Produktion n\u00e4her an die Heimat der Wanderarbeiter.<\/p>\n<p>Apple seinerseits stellte mehr Transparenz \u00fcber seine Zulieferer her, lie\u00df unabh\u00e4ngige Pr\u00fcfungen in den Werken zu und versprach, Konsequenzen zu ziehen. Das gilt auch f\u00fcr die Vorw\u00fcrfe der Umweltverschmutzung und des Einsatzes gesundheitsgef\u00e4hrdender Chemikalien. Apple kann sich nicht erlauben, die Chinesen zu verprellen. Denn hier w\u00e4chst der Absatz schneller als \u00fcberall sonst. Das Land ist jetzt schon Apples wichtigster Markt hinter den Vereinigten Staaten. Das verwundert kaum, denn nirgendwo gibt es mehr Mobiltelefone oder Computer, nirgendwo sind mehr Menschen Online als in China. Gleichzeitig w\u00e4chst der Wohlstand unaufh\u00f6rlich, wozu auch das Vorzeigen von Statussymbolen wie der Apple-Produkte z\u00e4hlt. Dabei ist das Potential noch lange nicht ausgesch\u00f6pft in dem Staat, in dem 1,34 Milliarden Menschen wohnen, ein F\u00fcnftel der Weltbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Zu Apples China-Offensive d\u00fcrfte auch geh\u00f6ren, mit China Mobile einen Vertrag abzuschlie\u00dfen. Das Unternehmen ist nach der Zahl der Vertr\u00e4ge der gr\u00f6\u00dfte Mobilfunkanbieter der Welt. Anders als die Rivalen Unicom und China Telecom hat China Mobile das iPhone bisher nicht im Angebot.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.edvbrain.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/ipad-china-klage.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-219\" title=\"ipad-china-klage\" src=\"https:\/\/www.edvbrain.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/ipad-china-klage-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.edvbrain.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/ipad-china-klage-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.edvbrain.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/ipad-china-klage.jpg 325w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt hat sich offenbar die Regierung in Peking auf die Seite des s\u00fcdchinesischen Unternehmens Shenzhen Proview Technology geschlagen, das Apple verklagt hat. 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